Kooperationen



Universität Bielefeld, Fakultät für Pädagogik

Die an sozialwissenschaftlicher Forschung orientierte Fakultät für Pädagogik bot einen fachwissenschaftlichen Rahmen, in dem die Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten inhaltlich wie organisatorisch zu den Routineaufgaben gehört. Erziehungswissenschaftliche Biographieforschung ist ein an deutschsprachigen Universitäten (und auch in Bielefeld) zunehmend vertretenes Fachgebiet. Der Gegenstand des Projekts - die Qualifizierung und Professionalisierung pädagogischer Praxis im Bereich Pädagogischer Biographiearbeit - ist allerdings im Regelangebot der universitären Ausbildung nicht zu finden. Insofern hatte das Projekt einerseits den Status einer "normalen" Arbeitsform, andererseits bot es ein Potenzial, inhaltlich neue Aspekte in die Fakultät hineinzutragen.
Projektleitung: PD Dr. Bettina Dausien
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dipl.-Päd. Daniela Rothe


Interuniversitäres Netzwerk Biographie- und Lebensweltforschung

Die Einbindung des Projekts in das INBL eröffnete einen fachlichen Diskussionsraum, insbesondere für Fragen der Relevanz biographischer Forschung für professionelle Praxis und Möglichkeiten wechselseitigen Transfers zwischen Forschung und Praxis. Das Projekt konnte an eine in diesem Netzwerk bestehende Tradition anknüpfen, Perspektiven und Ergebnisse der Biographieforschung für professionelle Praxisfelder nutzbar zu machen und im Dialog mit PraktikerInnen neue Perspektiven zu entwickeln. Die Vorstellung und Diskussion des Projekts im INBL, Einzelgespräche mit fachlich einschlägigen INBL-Mitgliedern sowie die Gewinnung von ReferentInnen für die Fortbildung aus dem INBL waren wichtige Momente der Vernetzung, die die Projektarbeit vorangebracht haben.


Evangelisches Bildungszentrum Bad Bederkesa - Heimvolkshochschule

Das Evangelische Bildungszentrum Bad Bederkesa konnte als kooperierende Trägerinstitution für die im Projekt entwickelte Fortbildung gewonnen werden. Das Bildungszentrum ist eine öffentliche Einrichtung der Erwachsenenbildung und zählt als Heimvolkshochschule zu den klassischen Erwachsenenbildungsinstitutionen in Deutschland/Niedersachsen. Das Bildungsverständnis der Einrichtung beruht auf der Einsicht, dass menschliches Lernen nicht allein den Maßgaben von Inhaltsbezügen folgt, sondern in biographisch erworbene Erfahrungs- und Wissensstrukturen integriert ist. Dieses Verständnis, das auch im pädagogischen Arrangement des Hauses zum Ausdruck kommt, bildete den Rahmen für die praktische Umsetzung des Fortbildungskonzepts. Die Entscheidung für eine Kooperation mit dieser Bildungseinrichtung wurde bereits in der Vorstudie getroffen Sie beruhte auf grundlegenden Übereinstimmungen bzgl. des Bildungs- und Lernverständnisses sowie auf der Tatsache, dass hier eine Lerninfrastruktur zur Verfügung gestellt wurde, die für die Umsetzung unseres Konzepts äußert günstig war. Vor diesem Hintergrund konnte sich die Kooperation ganz auf die konkreten Fragen der Fortbildungsdurchführung und der Weiterentwicklung des inhaltlichen und didaktischen Konzepts konzentrieren.
Pädagogische Leitung der Fortbildung: Dipl.-Sozialwiss. Helga Flörcken-Erdbrink


Freie Altenarbeit Göttingen e.V.

Die Freie Altenarbeit Göttingen e.V. wurde in der ersten Projektphase als weiterer Kooperationspartner gewonnen. Der Verein wurde 1986 gegründet, um neue Wege in der Arbeit mit alten Menschen zu entwickeln. Seitdem hat sich der gemeinnützige Verein in den Bereichen alternative gemeinschaftliche Wohnformen und politisch-historische Erwachsenenbildung profiliert. Mit dem "Göttinger Zeitzeugenprojekt" verfolgt er ein Modell biographisch orientierter, generationenübergreifender Bildungsarbeit.
Für das Projekt war insbesondere die Expertise des Vereins im Feld biographieorientierter Arbeit mit alten Menschen und im Bereich der politischen Bildungsarbeit/Zeitzeugenarbeit interessant. Darüber hinaus repräsentiert der Verein als "Initiative von unten" im Feld der Erwachsenenbildung eine andere Form der Institutionalisierung als das Evangelische Bildungszentrum. Die damit verbundene Perspektive des Vereins auf die Praxis der Erwachsenenbildung war eine wichtige Ergänzung im Prozess der Projektentwicklung.
Die Kooperation mit dem Verein erfolgte wesentlich über die Mitarbeit von Regina Meyer als Teamerin und Beraterin im Projekt. Gleichzeitig fungiert der Verein in der Fortbildung als ‚best practice'-Beispiel.
Teamerin und Beraterin: Dipl.-Sozialwirtin Regina Meyer